Rumo und die Wunder im Dunkeln

Nachdem ich seit ein paar Wochen etwas mehr dazu gekommen bin zu lesen, kam ich schlussendlich an den seit einigen Wochen abwechselnd auf meinem Tisch, im Schrank und auf den Sesseln herumliegenden Werk „Rumo und Die Wunder im Dunkeln“ von Walter Moers nicht vorbei. Vielen Dank an Robert für das Ge-schenk.

Eigentlich wollte ich mich ganz geschickt drumherum drücken, aber durch irgend einem blöden Zufall fing ich an die ersten 50 Seiten zu lesen. Ich hatte beim Wort „Moers“ immer den unseligen Adolf aus dem Bonker in Erinnerung und erwartete nichts besonderes. Aber die ersten Seiten waren geradezu berauschend, wie „Smeik“ beschreiben würde.

Es wir die Geschichte eines „Wolpertingers“ Namens „Rumo“ erzählt. Moers-Fans wissen, um was es geht, ich hatte keine Ahnung. Es war eine richtige Geschichte, irgendwie ein bisschen naiv erzählt in einer völlig eigenen Welt. Die Welt war ziemlich groß, den schon nach 100 Seiten hatte Smeik gefühlte 1000 verschiedene Einzelgeschichten erzählt und ca. 10000 historische Personen aus der Welt Zamoniens eingeführt.

Am Anfang liest sich das alles ganz entspannt, man wird von Smeik in die Welt eingeführt und ganz langsam Spannung aufgebaut. Es liest sich wie ein nettes Kinderbuch. Die Spannung entlädt sich in einem für mich überraschenden Blutvergießen, das ganz weit weg ist von einem Kinderbuch. Wunderbar. Ich bin auf dem Sessel hin-her gesprungen vor Aufregung.

Naja, im Mittelteil geht einem Rumo ein bisschen auf die Nerven mit seinem unbeholfenen Verhalten, aber das Ende entschädigt mit einem wunderschönen Schlacht, massig Blut, dem großen Auftritt von General Tick-Tack und einer Vereinigung aller Handlungsstränge und Verflechtung aller kleinen Geschichten und Figuren, die aus den letzten 500 Seiten bekannt sind.

Fazit: Ich bin begeistert und werde mir von Sandra die „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“ ausleihen und verschlingen.

3 Antworten zu “Rumo und die Wunder im Dunkeln”

  1. ~Robert sagt:

    Yup, ich war ähnlich überrascht nach Aussetzern wie Adolf und der (in der Fernsehversion) unerträglichen Blaubär-Sache. Wo viel Licht ist, scheint es eben auch mehr Schatten zu geben :}

  2. Graui sagt:

    Erwarte jetzt aber nicht zu viel vom Blaubären. Es ist eine ganz andere Art von Geschichte (SCHLECHTER!). Noch einmal anders ist dann nochmal die ‚Stadt der träumenden Bücher‘. Nach Moers‘ Angaben hat er sich vorgenommen je ein Werk in jeder etablierten Erzählform zu schreiben.

  3. myrbel sagt:

    Also ich muss sagen, der Blaubär war auch sehr gut. Der fällt mir im Alltag viel öfter ein, als Rumo. Aber das waren schon zwei recht unterschiedliche Geschichten.

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